15.1.18: Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“

Literaturkreis mit Gabriele Pennekamp

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen, die seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

Beginn 19.15 Uhr. Eintrittskarten zu 5 Euro sind an der Abendkasse erhältlich.