Kategorie: Medientipps

Ich bin ein Dieb

A. Rayner/ M. Ruttan: Ich bin ein Dieb! Hier wimmelt es nur so von Dieben: egal, wen die kleine Elisa aus ihrer Familie fragt, alle haben sie schon mal was mitgehen lassen, und wenn es nur ein Stück Kuchen war.  Aber das macht Elisas schlechtes Gewissen wegen ihres Diebstahls des so schönen Glitzersteines nicht kleiner … Sträflingskleidung in schwarz-weiß, Diebesmasken dominieren die Illustrationen. Ein wichtiges Thema witzig und mit Lösungsansätzen präsentiert und v.a. einem symphatischen Augenzwinkern illustriert. Bilderbuchtipp von Heike Obleser

Die Toten Hosen: Laune der Natur

Mit „Laune der Natur“ ist den Toten Hosen nach dem Vorgängeralbum „Ballast der Republik“ ein echter Kracher gelungen. Das bereits sechzehnte Studioalbum der Gruppe um Sänger Campino ist 15 Lieder lang und so abwechslungsreich wie nie. Neben den für die Band so bekannten und beliebten Stadionhymnen finden sich auch schnelle, druckvolle Nummern aus dem Punk, die an die Anfangszeit der Hosen erinnern. Es gibt aber auch poppige Radiohits, sowie ruhigere Stücke. Gerade deshalb wird es nie langweilig diese Platte durchzuhören, obwohl sie bereits Anfang 2017 erschienen ist. Absolute Empfehlung! Musik-Tipp von Felix Schmezer

Sarah Kuttner: Kurt

Wie trauert man, als Einzelner, als Familie, als Patchworkfamilie? Wir trauern um den kleinen Kurt, der sechsjährig bei einem Unfall in der Schule ums Leben kommt. Die ganze Leichtigkeit und relative Unbeschwertheit der sympathischen kleinen Patchworkfamilie um den großen Kurt und Lena, die einen neidisch machen kann, ist mit einem Mal verflogen. Nichts ist mehr, wie es war. In gewohnt schnodderigem Tonfall erzählt Sarah Kuttner („Mängelexemplar“) authentisch davon, was es heißt, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, und man bis zur Erschöpfung kämpfen muss, um wieder Land zu gewinnen. Achtung: Tränen inclusive. (Onleihe und Bib)

Der Fänger im Roggen

Jeder Teenager sollte ihn einmal gelesen haben – den Fänger im Roggen. Holden Caulfield streift drei Tage durch das winterliche New York, getrieben von Weltschmerz und Einsamkeit. Auch wenn er sich in seinen Gedanken allein fühlt, muss man beim Lesen feststellen, dass dies keinesfalls zutrifft. Lesetipp von Clara Schilling

Bibi Dumon Tak

„Kuckuck, Krake, Kakerlake“ und „Eisbär, Elch und Eule“- die etwas anderen Tierhörbücher von Bibi Dumon Tak: Witzig und spannend, liebevoll aufbereitet und sehr charmant von hochkarätigen Sprechern dargeboten, werden bei diesen Hörbüchern kuriose Fakten über Tiere, von deren Existenz man z.T. nicht mal wusste,  vermittelt, die überraschen und dafür sorgen, dass man mehr erfahren will und dass man plötzlich ein neues Lieblingstier hat. Für Jung und Alt, zu Hause oder auf langen Autofahrten eine willkommene Abwechslung zu Benjamin, Bibi, ???, u.a. Hörbuch-Tipp von Heike Obleser – ( Onleihe)

Charles Dickens: David Copperfield

David Copperfield Die Geschichte von David Copperfield im England des 19. Jahrhunderts führt durch dunkle Zeiten. Typisch für Charles Dickens steht der Protagonist zunächst ohne jegliche Freunde oder Besitz da. Sein Lebensweg führt durch viele Höhen und Tiefen. Auf welcher davon er sich am Ende befindet? Um das herauszufinden bietet die Bibliothek die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Der originale Roman findet sich sowohl im physischen Bestand als auch in der Onleihe. In der Bibliothek gibt es außerdem eine kindergerechte Bearbeitung des Romans und eine Verfilmung (u.a. mit Maggie Smith und Daniel Radcliffe).

In guten Händen

Britische Komödie, 2011. Nicht nur für den Mädelsabend! Man schreibt das Jahr 1880. Im viktorianischen England erfindet ein junger Assistenzarzt den Vibrator, da die manuelle Therapie hysterischer Damen zu einer schmerzhaften Überanstrengung seiner rechten Hand führt. Die Handlung ist nicht so absurd, wie man denken sollte, die weibliche Sexualität war damals (und noch Jahrzehnte später) praktisch unbekannt. Mit Hugh Dancy, Maggie Gyllenhaal und Jonathan Pryce.

Elena Ferrante „Frau im Dunkeln“

Kinder oder Karriere?! Von der Schwierigkeit, diese beiden Gegenpole zu vereinbaren, der inneren Zerrissenheit und Belastung, ihrer Auswirkung auf das Mutter-(hier)Töchter-Verhältnis handelt dieser Roman von Elena Ferrante (Neopolitanische Saga). Die Sprachwissenschaftlerin Leda kommt während ihres Urlaubs, bei dem sie mit einer neapolitanischen Großfamilie in Kontakt kommt, ins Grübeln über ihre Beziehung zu ihren inzwischen erwachsenen Töchtern und der zu ihrer eigenen Mutter. Hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu den Mädchen und dem Wunsch, sich ihnen zu widmen und auf der anderen Seite ihrem Streben nach Selbstverwirklichung in Beruf und Privatleben kann sie noch immer nicht mit ihrer Vergangenheit Frieden...

„Spaziergang mit Hund“ von Sven Nordqvist

 Ein Wimmelbuch der besonderen Art hat uns Sven Nordqvist mit „Spaziergang mit Hund“ da wieder geschenkt. Rein mit dem Haustier in den Zug und schon geht die Reise in die tollsten Bilderwelten los…auf allen Seiten gibt es wunderbare Szenen in den unterschiedlichsten Gegenden der Fantasie, skurrile Begegnungen, abenteuerversprechende, lustige, aber auch gefährliche Unternehmungen mitzuerleben.  Man kommt aus dem Gucken, Entdecken und Staunen gar nicht mehr raus. Wie man es von Sven Nordqvist (Pettersson und Findus, Wo ist meine Schwester? u.a.) eben gewohnt ist. Viel Spaß beim Abtauchen wünscht Heike Obleser. (Bibliothek)

Sally Hines: Wie ändert sich Gender?

Reihe: #dkkontrovers – große Fragen des 21. Jahrhunderts, 2019. Männlich, weiblich, divers: Wenn es nur so einfach wäre! Die wahre Vielfalt unserer Gesellschaft zeigt sich zunehmend in fließenden Übergängen. Was versteht man heute unter Geschlecht? Was ist mit (sexueller) Identität gemeint? Was verbirgt sich hinter LGBTQ und warum scheint jedes Jahr ein neuer Buchstabe dazuzukommen? Dieses schmale Buch bietet einen tollen Überblick in großer Schrift. Wer möchte, steigt tiefer ein und liest auch das Kleingedruckte.